Graphologie

Was bedeutet Graphologie?

Graphologie kann man als Schriftkunde bezeichnen. Der Graphologe, bzw. Grafologe oder auch Schriftkundige oder Schriftpsychologe versteht es, die Zeichen und Formen, welche ein Schreiber dem Papier anvertraut, durch unterschiedliche Verfahren zu deuten.

Das Grundwort -graphie bzw. -grafie (-ÎłÏÎ±Ï†Îź -graphē oder -ÎłÏÎ±Ï†ÎŻÎ± -graphĂ­a) stammt von dem  Verb ÎłÏÎŹÏ†Î”ÎčÎœ grĂĄphein „schreiben, zeichnen“.
Hier wird immer etwas geschrieben, beschrieben, aufgezeichnet oder verzeichnet. Als Nomen bezeichnet Graphie bzw. Grafie die Schreibung an sich, und in diesem Sinne findet es sich auch in Zusammensetzungen (Kalligraphie ‚Schönschreibung‘, Lithographie ‚Steindruck‘). DarĂŒber hinaus heißt es allgemein ‚Beschreibung, Darstellung‘ (Biografie ‚Lebensbeschreibung‘). Bei wissenschaftlichen Fachgebieten bezieht es sich auf griechischen deskriptive, also beschreibende Wissenschaftszweige – es findet sich im allgemeinen Deutsch auch mit dem unspezifischen Begriff ‚-kunde‘ (Geographie ‚Erdkunde‘).

Oft wird ein Mensch, der etwas aufschreibt oder aufzeichnet, beziehungsweise seine Funktion, mit der Endung -graph bzw. -graf bezeichnet, zum Beispiel Stenograf. Aber auch aufzeichnende GerĂ€te wie Seismograph oder Tachograph erhalten diese Endung.

Nach der neuen Rechtschreibung kann das Wort entweder mit f geschrieben werden, damit die Schrift der deutschen Aussprache entspricht, oder mit ph, damit die griechische Herkunft deutlich wird. Bei eingedeutschten Wörtern ist f ĂŒblicher, bei Fachwörtern ph.

 

 

Es gibt je nach Kultur verschiedene Handschriften. Einige sind rechts-, andere linkslÀufig. Orientalische Schriften sind semantisch und verlaufen vertikal.

HÀufig werden die Zeichen einer Kultur in abgeÀnderter Form in anderen weiterverwendet, z.B. die hebrÀischen Buchstaben im griechischen Alphabet.

buchstabenHGL